Liebe Patienten,
mit der hausärztlich seelsorgerischen Kooperation (HSK) möchten wir langfristig auf lokaler Ebene eine Lücke in der Patientenversorgung schließen. Vielen Patienten ist es wichtig, auch im medizinischen System mit ihren spirituellen Bedürfnissen ernst genommen zu werden.
Von Spiritualität sprechen wir, wenn wir Sinn- und Wertfragen unseres Daseins im Kontext von etwas Umfassenderem und „Größerem" in den Blick nehmen. Häufig begegnen diese Fragen uns in der Konfrontation mit Grenzsituationen wie Krankheit, Leid und Tod. Ebenso können sie uns auch in der Faszination der Schönheit des Lebens oder in unverhofften, ganz alltäglichen Begebenheiten ereilen.
Zugänge zu Spiritualität sind vielfältig.
Die HSK basiert auf christlicher Spiritualität. Diese beinhaltet explizit Offenheit für vielfältige Formen von Spiritualität.
Spiritualität ist in der heutigen Gesellschaft teilweise zu etwas so Privatem geworden, dass viele Menschen nicht mehr wissen, wohin sie sich wenden können mit ihren vielen drängenden Fragen.
Heilung und Heilwerden
Gesundwerden umfasst mehr als die medizinische Behandlung. Neben der körperlichen und der psycho-sozialen Dimension kann auch die spirituelle Ebene wesentlich zum Heilungsprozess beitragen. Sie gehört zu einem umfassenderen Verständnis von Heilwerden, in dem jeder Mensch eigene Heilungskräfte entdecken und aktivieren kann.
Damit ist der Einzelne nicht nur Empfänger einer Behandlung, sondern Mitgestalter seiner Genesung. Genau so verstehen wir den Einbezug von Spiritualität: als einen Teil des Gesundwerdens.
Die hausärztlich-seelsorgerliche Kooperation macht es möglich, ergänzend zur medizinischen Versorgung auch spirituelle Begleitung wahrnehmen zu können. Dazu bauen wir derzeit ein Netzwerk zwischen Seelsorgerinnen und Ärzten auf.